Geschichte
Ein kurzer Abriss der Geschichte Bad Bramstedts:
- 300 – 600 n. Chr. – Gründung von Bad Bramstedt. Genaueres ist darüber nicht belegbar, aber der ursprüngliche Ortsname Bram-stede – „Stätte des Ginsters“ – deutet auf eine Gründung in dieser Zeit hin.
- Ca. 1260 – Bau der Maria-Madgalenen-Kirche am heutigen Standort. Diese Standortentscheidung ist ein Hinweis darauf, dass der Bleeck seinerzeit bereits komplett bebaut war und somit dort kein Platz für die erste Kirche in Bramstedt vorhanden war.
- 1532/33 – Erstmals wird ein Roland aus Holz auf dem Bleeck in Urkunden erwähnt. Die hölzernen Rolande mussten relativ häufig ersetzt werden, weil sie ein Raub der Flammen wurden (wie 1628) oder altersschwach vom Wind umgeweht wurden (1652). Im Jahr 1693 wurde mit dem heutigen Roland erstmals ein steinernes Exemplar aus Obernkichener Sandstein aufgestellt.
- 1631 – Der dänische König Christian IV. kauft das Gut Bramstedt. Im Jahr 1633 schenkt er das Gut und die Mühle seiner Geliebten Wiebeke Kruse, einer Bauerntochter aus Föhrden-Barl.
-
1681 – der Bimöhler Hütejunge Gerd Giesler entdeckt am heutigen Standort im Brunnenweg den Gesundbrunnen und legt damit den Grundstock für Bad Bramstedts Entwicklung als Heilbad. Der Brunnen geriet aber bald wieder in Vergessenheit, wurde erst im Jahr 1761 und dann 1809 wieder entdeckt.
Aber die eigentliche „gewerbliche“ Nutzung der Kuranwendung begann erst nach 1879 durch Matthias Heesch im Bereich des heutigen „Altes Kurhaus“. 1929/1930 wurde dann die Rheumaheilstätte Bad Bramstedt GmbH gegründet, heute Sitz der Klinikum Bad Bramstedt GmbH.
- 1685 – Baron von Kielmannsegg versucht mit einem aufgekauften Schuldschein die Bramstedter zu Leibeigenen zu machen. Diese wehren sich dagegen unter der Führung von Jürgen Fuhlendorf und kaufen sich in einer solidarischen Aktion aus der drohenden Leibeigenschaft frei. Zum Andenken daran feiert die Fleckensgilde seitdem jährlich zu Pfingsten das Gildefest.
- 1898 – Bramstedt erhält einen Bahnanschluss. Auch weil viele Hamburger nach Bramstedt mit der Bahn zur Kur wollen, wird die bestehende Verbindung über Kaltenkirchen hinaus bis Bramstedt gebaut. Hier ist allerdings erstmal das Ende der Schienenstrecke, erst in den Jahren 1913 – 1916 wird die Strecke bis Neumünster-Süd verlängert.
-
1910 – Bramstedt wird „Stadt“ und erhält im selben Jahr den Zusatz „Bad“ im Namen. Dieses erfolgte aber weniger im Zusammenhang mit dem Badebetrieb, sondern hatte einen ganz pragmatischen Grund. Bei der damaligen Reichspost landete häufig Post für Barmstedt in Bramstedt und umgekehrt.
Daher gaben die Postler 1907 dem damaligen Bürgermeister Gottlieb Freudenthal die Empfehlung den Zusatz „Bad“ voran zu stellen. Nach drei Jahren Überzeugungsarbeit durch den Bürgermeister konnte sich die Ratsversammlung endlich zum Beschluss durchringen.
- 1964 – Die Stadt kauft das frühere Torhaus des Herrenhauses (heute „Schloss“) und baut es bis 1969 gründlich um. Heute wird es für viele kulturelle und politische Veranstaltungen genutzt. Dies ist auch der Grund, warum unser Rathaus im Gegensatz zu vielen anderen Verwaltungssitzen keinen Sitzungssaal hat.
Weitere Details zu Bad Bramstedts Geschichte finden Sie hier:
- Broschüre „Eine kleine Stadtgeschichte“, erhältlich für € 1,50 im Tourismusbüro
- Buch „Geschichte Bramstedts“,ebenfalls erhältlich für € 8,90 im Tourismusbüro
weiterführende Links:
- www.bad-bramstedt.de
weitere Details über Bad Bramstedt - www.alt-bramstedt.de
sehenswerte Sammlung historischer Fotos aus dem alten Bad Bramstedt
Fotogalerie:
| nach oben |

